Es weihnachtet in den AWO Tagesstätten
Ein Fest der Gemeinschaft und Kreativität
Die Vorweihnachtszeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnung und des Gebens. Andere haben in der Weihnachtszeit starke Gefühle der Isolation und der Einsamkeit und erleben einen Druck, die Erwartungen einer perfekten Weihnacht erfüllen zu müssen. Wichtig ist, diese Gefühle anzuerkennen, sich selbst Gutes zu tun und aktiv nach Kontakt zu suchen.
Besonders in den Tagesstätten „Hoffnung“, „Horizont“ und „Unter dem Regenbogen“ wird die festliche Atmosphäre intensiv erlebt – nicht nur als festliches Ereignis, sondern auch als Gelegenheit, sich gegenseitig zu unterstützen, kreativ zu entfalten und Gemeinschaft zu schaffen. Diese tagesstrukturierenden Maßnahmen für Menschen mit psychischen Erkrankungen bieten einen Raum, in dem die Weihnachtszeit in einer ganz besonderen Weise gefeiert wird.
Adventskalender – Kleine Geschenke mit großer Bedeutung
Bereits in der Vorweihnachtszeit beginnt die besondere Stimmung. In allen drei Tagesstätten ist es Tradition, dass sich die Assistenznehmer*innen gegenseitig Adventskalender mit kleinen, selbstgestalteten Präsenten schenken. Auch für die Löwengruppe der AWO Kita „Kinderland Bummi“ erstellte die AWO Tagesstätte „Hoffnung“, im Rahmen der Patenschaft, mit viel Liebe einen Adventskalender. Diese Kalender sind mehr als nur eine Möglichkeit, die Tage bis Weihnachten zu zählen: Sie sind Ausdruck der Wertschätzung und des Miteinanders. Jede*rAssistenznehmer*in gibt sich besondere Mühe, kleine Geschenke zu basteln oder zu gestalten – sei es in Form von handgemachten Karten, individuellen Bastelarbeiten oder liebevoll verpackten Kleinigkeiten. Durch diese Geste erfahren die AN*innen nicht nur die Freude am Schenken, sondern auch die Bedeutung der Verbindung und der Gemeinschaft, die in der Adventszeit besonders spürbar wird.
Die Weihnachtswoche – Ein Höhepunkt der festlichen Stimmung
Kurz vor Weihnachten wird die festliche Zeit in den Tagesstätten mit einer besonderen „Weihnachtswoche“ gefeiert. Diese Woche ist für alle Beteiligten ein Höhepunkt der Vorweihnachtszeit und umfasst eine Vielzahl von gemeinsamen Aktivitäten, die den Zusammenhalt und das gemeinschaftliche Erleben von Weihnachten fördern.
Zu den Höhepunkten dieser besonderen Woche gehören unter anderem das Nachkochen typischer Weihnachtsmarktgerichte. Ob würziger Grünkohl, köstliche Pilzpfanne oder leckere Fladenbrote – in der Weihnachtswoche wird der Geschmack der festlichen Saison direkt auf den Teller gezaubert. Diese gemeinsamen Kochaktionen fördern nicht nur die kreative Zusammenarbeit, sondern schaffen auch Raum für den Austausch und das Teilen von Traditionen.
Lebkuchenhäuser und Weihnachtsbaum schmücken
Ebenfalls ein fester Bestandteil der Weihnachtswoche ist das Gestalten von Lebkuchenhäusern. Die AN*innen setzen dabei ihre ganze Kreativität ein, um aus Lebkuchen, Keksen, Zuckerguss, Kuvertüre und bunten Süßigkeiten kunstvolle Häuser zu kreieren. Dieser kreative Prozess ist nicht nur ein Spaß, sondern auch eine Möglichkeit, die eigene Fantasie und handwerklichen Fähigkeiten zu entfalten. Die fertigen Lebkuchenhäuser sind oft kleine Meisterwerke. Ein weiteres Highlight der Weihnachtswoche ist das gemeinsame Schmücken des Weihnachtsbaums. Jedes Detail – von den glänzenden Kugeln bis hin zu den selbstgemachten Sternen – trägt dazu bei, den Raum in eine festliche Oase zu verwandeln. Hier zeigt sich der Teamgeist besonders, denn der Baum wird nicht nur dekoriert, sondern auch zu einem Symbol für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt in der Tagesstätte.
Weihnachtsfilme, Weihnachtswichtel und Lieder
Natürlich darf in einer Weihnachtswoche auch die Besinnlichkeit nicht zu kurz kommen. Gemeinsames Schauen von Weihnachtsfilmen sorgt für eine entspannte und herzliche Atmosphäre, in der sich alle zurücklehnen und in die weihnachtliche Stimmung eintauchen können. Doch die größte Überraschung hält der „Weihnachtswichtel“ bereit: In jeder Tagesstätte wird ein geheimnisvoller Wichtel aktiv, der kleine, von den AN*innen liebevoll ausgesuchte Geschenke verteilt. Das Auspacken der Wichtelgeschenke sorgt immer wieder für große Freude und Lachen. Am Ende der Woche, wenn der Baum glänzt und die Plätzchenduft in der Luft liegt, treffen sich alle AN*innen zu einer fröhlichen Runde, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Der Klang der vertrauten Lieder erfüllt die Räume und lässt die Gemeinschaft in ihrer ganzen Wärme erstrahlen.
Fazit – Ein Weihnachten der Gemeinschaft und des Miteinanders
Die Weihnachtszeit in den Tagesstätten „Hoffnung“, „Horizont“ und „Unter dem Regenbogen“ ist mehr als nur eine Festzeit – sie ist eine Zeit des Gebens, der Kreativität und der gemeinschaftlichen Erlebnisse. Hier erfahren die AN*innen nicht nur die Vorfreude auf das Fest, sondern auch die Bedeutung von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und die Freude an kleinen, persönlichen Momenten. Durch das gemeinsame Gestalten, Kochen, Singen und Schenken wird Weihnachten zu einer besonderen Zeit der Nähe, die den Menschen in unseren Einrichtungen der Eingliederungshilfe ein Gefühl von Geborgenheit und Zugehörigkeit vermittelt.
Die Weihnachtswoche ist daher nicht nur ein Highlight im Jahreskalender, sondern auch ein symbolischer Moment, der zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Zeit zu verbringen, Traditionen zu pflegen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Weihnachten in den Tagesstätten ist mehr als nur ein Fest – es ist ein Ausdruck von Hoffnung und einem starken Gemeinschaftsgefühl, das weit über die Festtage hinauswirkt.
Jennifer Scheppan
Teamleitung EGH
