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Datum: 13.09.2025

Fünf Jahre »Wir für Dich« - ein Projekt feiert kleines Jubiläum

10. Veranstaltung seit Projektstart

Am Samstag, den 13. September 2025, fand die mittlerweile 10. Veranstaltung des Projekts „Wir für Dich“ statt. Damit blickt das Angebot auf fünf Jahre zurück, in denen Ehrenamtliche regelmäßig kostenfreie Angebote für Menschen mit geringem Einkommen organisiert haben. Von Beginn an standen Podologie, Friseurleistungen und Beratungsangebote im Mittelpunkt. Ergänzt wird das Programm stets durch eine kleine Essensversorgung – alles getragen von Spenden, ehrenamtlichem Engagement und viel Herzblut.

Von der Idee zur Erfolgsgeschichte

Die Projektidee entstand 2020: Cathi Tenneberg, bis heute Teil des Teams, wandte sich damals mit ihrer Idee an die Tafel in Trägerschaft der AWO. Am Telefon hatte sie gleich die richtige Ansprechpartnerin: Sarah Zschernitz, die Bereichsleitung Soziale Arbeit. Dort fand sie ein offenes Ohr – und mit dem AWO Kreisverband Harz e.V. einen Partner, der die ehrenamtliche Initiative von Anfang an unterstützt und organisatorisch begleitet hat. So konnten die Ehrenamtlichen ihre Idee verwirklichen und „Wir für Dich“ Schritt für Schritt aufbauen.

Trotz Pandemie und strengen Hygieneauflagen startete „Wir für Dich“ in Wernigerode im Jugendclub. Später musste das Projekt wegen Sanierungsarbeiten in die Stadtfeld-Turnhalle umziehen. Anfangs wurden dort sogar zusätzlich Kleidung, Spielzeug und zeitweise Tierfutter verteilt – mit Unterstützung von vielen Partnern. Doch die Vielzahl an Angeboten war auf Dauer schwer zu stemmen. Heute konzentriert sich das Projekt auf praktische Angebote, die normalerweise bezahlt werden müssten, vor Ort jedoch kostenfrei genutzt werden können.

Stationen und Erfahrungen

Nach den ersten Jahren in Wernigerode zog es das Projekt nach Quedlinburg, wo die Veranstaltungen in den Räumen der Tafel großen Anklang fanden. Ein Abstecher nach Halberstadt brachte weniger Resonanz, sodass sich das Team erneut auf Quedlinburg konzentrierte. Dort zeigte sich, wie wichtig und gefragt niedrigschwellige Hilfen sind. Für die Zukunft möchten die Ehrenamtlichen jedoch auch nach Wernigerode zurückkehren – aktuell wird nach geeigneten Räumen gesucht.

Anerkennung durch den Friedensengelpreis

Ein Höhepunkt in der Projektgeschichte war in diesem Sommer die Auszeichnung mit dem 5. Platz beim Friedensengelpreis. Die mit 500 Euro dotierte Ehrung würdigte das ehrenamtliche Engagement der Projektgruppe und den besonderen gesellschaftlichen Beitrag von „Wir für Dich“. Die Auszeichnung war nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern vor allem eine wichtige Anerkennung für die vielen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit und ihr Können in den Dienst der guten Sache stellen.

Dass das Projekt Aufmerksamkeit verdient, zeigte sich auch in den vergangenen Jahren: „Wir für Dich“ war regelmäßig in der regionalen Presse präsent – etwa in Zeitungen oder beim MDR –, wodurch die Idee weit über den Landkreis hinaus sichtbar wurde.

Fünf Jahre, zehn Veranstaltungen – und ein Team, das bleibt

Das Projekt hat sich in seiner Zusammensetzung gewandelt, doch einige sind seit Beginn dabei. Sie halten die Idee lebendig und tragen dazu bei, dass das Angebot weiterhin bestehen kann. Der Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren mitgearbeitet, gespendet oder das Projekt auf vielfältige Weise unterstützt haben.

Aufruf: Unterstützung gesucht!

Gerade beim Friseurangebot zeigt sich bei jeder Veranstaltung ein enormer Andrang, den das kleine Team kaum bewältigen kann. Deshalb sucht „Wir für Dich“ dringend weitere Friseurinnen und Friseure, die sich ehrenamtlich einbringen möchten. Ebenso willkommen sind Menschen, die eigene Ideen für Leistungen mitbringen – wichtig ist nur, dass es sich um Angebote handelt, die sonst Geld kosten, hier aber kostenlos für Bedürftige erbracht werden können.

Wer Interesse hat, das Projekt zu unterstützen oder Kontakte vermitteln kann, wendet sich bitte an die AWO Kreisverband Harz e.V.. Jede Hilfe trägt dazu bei, dass „Wir für Dich“ auch in den kommenden Jahren ein starkes Zeichen für Solidarität und Miteinander setzt.

Sarah Zschernitz,

Bereichsleitung Soziale Arbeit

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