Wiederholungstäter im Sonnenblumenlabyrinth
AWO Tagesstätte „Hoffnung“ bahnt sich erneut den Weg durch den blumigen Irrgarten
mit Humor durch verblühte Zeiten
Im Juli 2025 erfuhr das Team der AWO Tagesstätte „Hoffnung“ durch einen Zeitungsartikel von der erneuten Öffnung des Sonnenblumenlabyrinths in der Nähe von Quedlinburg. Der Artikel wurde den Assistenznehmerinnen und Assistenznehmern der Tagesstätte vorgestellt und stieß unmittelbar auf positive Resonanz.
Die Vorbereitung des Ausflugs erfolgte durch eine gemeinsame Terminabsprache, bei der die individuellen Bedürfnisse der Assistenznehmer*innen, wie Mobilität, Temperaturempfinden und Orientierung berücksichtigt wurden, um eine teilhabeorientierte Planung zu ermöglichen. Die Anreise erfolgte mit öffentlichem Nahverkehr. Die Haltestelle Bruchmühle nahe Quedlinburg ermöglichte einen kurzen Fußweg zum Labyrinth.
Entgegen der Erwartungen beeinflussten Wetter- und Umweltbedingungen den geplanten Verlauf des Ausflugs: Der ursprüngliche Termin musste aufgrund extremer Hitze abgesagt werden.
„Wir wollten das Sonnenblumenlabyrinth in voller Blüte erleben, bei strahlendem Sonnenschein, mit goldgelben Feldern. Bei unserem ersten Termin war es dann aber viel zu heiß und der Termin wurde verlegt.“, beschrieb eine Assistenznehmerin der Tagesstätte „Hoffnung“
Der Ersatztermin am 20.08.2025 bot kühlere Witterung und erlaubte eine flexible Anpassung an individuelle Bedürfnisse der Assistenznehmer*innen.
„Was sich uns allerdings für ein Anblick bot … nun ja …sagen wir mal „kreativ anders“. Von der leuchtenden Pracht, die wir im Kopf hatten, war nicht mehr viel übrig – viele Sonnenblumen hatten ihren großen Auftritt bereits hinter sich.“, berichtete die Mitarbeiterin Fr. Stika über ihren ersten Eindruck.
Der Besuch des Labyrinths zeigte, dass die Aktivität trotz verblühter Blütenpracht für alle Assistenznehmer*innen zugänglich gestaltet werden konnte. Die Teilnehmenden nutzten kreative Ausdrucksmöglichkeiten wie Strichzeichnungen und Gesichtergestaltung, um aus dem Ausflug ein echtes Erlebnis zu machen und es entstanden kleine kreative Kunstwerke mitten im Labyrinth.
Und was hat das Ganze nun aus fachlicher Sicht gebracht? Die Stärkung des Zusammenhalts der Gruppe, ein Wir-Gefühl, eine tolle soziale Interaktion, kreative Sinneseindrücke, Kommunikation, gemeinsame Lachen, eine naturverbundene Aktivität außerhalb des gewohnten Settings, gestärkte Alltagskompetenzen, Empowerment, eine Förderung der Selbstwirksamtkeit, soziale Teilhabe und das Fazit, dass ein gelungener Tag nicht „perfekt“ sein muss.
Insgesamt also ein geglückter Streifzug durch die Sonnenblumen – mit Wiederholungsbedarf!
K. Stika
Mitarbeiterin der AWO Tagesstätte „Hoffnung“ in Quedlinburg
