Ahoi, Willkommen On board
Begrüßung von 15 neuen Mitarbeitenden
Der 5.12.2024 war nicht nur der letzte Tag vor Nikolaus, sondern auch der erste Tag einer Onbording-Veranstaltung zur Begrüßung von 15 neuen Mitarbeitenden. Neugierde auf Seiten der „Neuen“, der Bereichsleitungen und der Geschäftsführung herrschte vor.
Was wird das? Sind wir gut vorbereitet? Was wollen die von uns? Viele Fragen, die sich auch im Standardverhalten von Schüler*innen zeigten. Im Klassenraum setzten sich die „Neuen“ auch erst einmal nach Hinten, also dorthin, wo die Lehrenden immer als erstes hinschauen. Alles menschlich.
Nachdem klar war, was passieren wird, wie die Veranstaltung geplant ist, legte sich die Aufregung. Der Film, den die AWO zu ihrem 100. Geburtstag, also 2019 hat drehen lassen, nahm die Aufregung und band alle Teilnehmenden emotional in die Lebenslagen der Menschen nach dem ersten Weltkrieg ein. Ließ das Leben von Marie Juchacz und Lotte Lemke erspüren und zeigte das Engagement, den Weitblick und das Herz der Gründerinnen und Gründer der AWO.
Dass Frauen die Triebkräfte bei der Gründung der AWO waren, machte der Film deutlich. Diese Tatsache hat auch einige „Neue“ besonders beeindruckt, wie sie auch frank und frei zugaben.
Dass Hilfe zur Selbsthilfe, Toleranz und Solidarität keine hohlen Phrasen waren, kroch in die „Neuen“. Aber als „Alter“ kann ich nur feststellen, es berührt auch mich immer wieder. Hilfe zur Selbsthilfe, Toleranz und Solidarität immer wieder neu mit Leben zu füllen, im Umgang in unserer AWO, im Umgang mit Menschen, die uns brauchen, ist die Herausforderung, die sich uns immer wieder stellt.
Genau das war dann auch die Aufgabe der Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter bei der Vorstellung ihrer Angebote und Einrichtungen. Wie können wir Menschen in ihren Lebenssituationen unterstützen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und somit nicht Gegenstand von Entscheidungen Dritter zu sein, das ist die Frage. Teilhabe und Partizipation sind die entscheidenden Kategorien. Den Zugang zu Entscheidungen offenzuhalten und die Wege der Entscheidungsfindung barrierefrei zu gestalten, das ist unsere Aufgabe.
Zu meiner Überraschung zeigte sich selbst bei Bereichsleitungen Verwunderung darüber, wie intensiv unser Wirken mit Teilhabe und Partizipation verbunden ist. Ich habe es mit Freude zur Kenntnis genommen.
Zum Abschluss stellten wir die Frage, was hat Sie motiviert zur AWO zu kommen, welche Fragen sind bisher nicht beantwortet und was wünschen Sie sich?
Eine offene Frage: Wie können neue Fachkräfte, Azubis etc. angeworben werden?
Darauf gibt es viele Antworten. Die m.E. wichtigste ist, lasst uns unser Wirken ernst nehmen, von unseren Erlebnissen und Ergebnissen erzählen und auf diesem Weg für Pflege, Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfe, Frühkindliche Bildung und soziale Arbeit werben. Es kommt auf alle Mitarbeitenden an.
Wünsche und Anforderungen:
- Team: Begegnung auf Augenhöhe
- Arbeitgeber: dass alle Probleme offen ausgesprochen werden
- Supervisionen
- Teambildung
- Hilfe zwischen verschiedenen Gruppen
- Vernetzung
- Zu jeder Zeit ein offenes Ohr finden können
- Team: wunschlos glücklich
- Leitung: Arbeiten auf Augenhöhe
- Arbeitgeber: zusammenarbeiten auf Augenhöhe, gefordert und gefördert werden
- Blick auf: AWO-Ressourcen – voneinander profitieren und lernen
- Hinhören
- Festen Arbeitsvertrag für eine sichere Zukunft
- Entwicklungsmöglichkeiten
Alle hier geäußerten Wünsche lassen sich realisieren. Es liegt an uns. An unseren Vorstellungen und unserer Einsatzbereitschaft z.B. für Augenhöhe. Die Anforderungen, die an soziale Arbeit gestellt werden, werden immer komplexer und fordern Kooperation und Flexibilität. Nur in seltenen Fällen lassen sich Probleme durch eine Profession allein lösen. Eine ganzheitliche Sicht verschiedener Professionen braucht es. Diese zuzulassen und immer wieder zu motivieren, ist unser Anspruch.
Kai-Gerrit Bädje
Geschäftsführer
