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Erfolgreiche Weiterbildung zum Thema Deeskalation

AWO Hilfen zur Erziehung setzt auf fachlichen Austausch und praxisnahe Weiterbildung

Ein professioneller Umgang mit herausfordernden Situationen gehört zu den wichtigen Aufgaben in der Kinder- und Jugendhilfe. Neben all der beruflichen Expertise sind wir alle Menschen, mit eigenen Erfahrungen, Hemmschwellen, Persönlichkeitsmustern, Triggern und einem Nervensystem, welches uns zumeist unbewusst steuert. Um Mitarbeitende in stressigen und brenzligen Situationen zu stärken und ihnen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, fand ein erfolgreiches Deeskalationstraining in Zusammenarbeit mit dem DRK statt.

Neben Mitarbeitenden der AWO aus voll-, teilstationären oder ambulanten Bereichen nahmen auch Fachkräfte anderer Träger sowie andere Landkreise an der Weiterbildung teil. Hierdurch entstand ein besonders vielseitiger, fachlicher und gewinnbringender Austausch. Unterschiedliche Erfahrungen, Sicht- und Arbeitsweisen als auch Haltungen konnten miteinander geteilt und gemeinsam reflektiert werden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Fortbildung lag im nahen Bezug zur täglichen Praxis. Anhand eigener Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendhilfe wurden verschiedene Situationen aus dem beruflichen Alltag aufgegriffen. Gemeinsam wurden unterschiedliche Ansätze, Techniken und Methoden von deeskalativem Verhalten erprobt, reflektiert und gefestigt. Auf diesem Weg konnten bereits vorhandene Kompetenzen gefestigt und neue Handlungsmöglichkeiten kennengelernt werden.

Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, herausfordernde Situationen frühzeitig wahrzunehmen, angemessen zu reagieren und besonders auch die spannende Aufgabe an jeden Einzelnen, die eigene Haltung und dadurch ausgehende Kommunikation zu reflektieren. Nur so können wir unsere Stimmfarbe, unseren Blick oder unsere Körperhaltung aktiv und bewusst beeinflussen. Durch praktische Übungen konnten die Teilnehmenden verschiedene Strategien unmittelbar ausprobieren und schauen, was auf den eigenen Arbeitsbereich gut zu übertragen wäre.

Das Angebot der Weiterbildung des DRK und die daraus resultierende Zusammenarbeit bei der Organisation und Durchführung erwies sich als wertvolle Bereicherung. Der trägerübergreifende Austausch machte deutlich, dass viele Fachkräfte vor ähnlichen Herausforderungen stehen und wir alle in Betrachtung der unterschiedlichen Perspektiven voneinander lernen können. Am Ende der Fortbildung stand nicht nur ein Zugewinn an fachlichem Wissen, sondern vor allem die Erkenntnis, dass Deeskalation eine gemeinsame Haltung, Sicherheit im Handeln und eine regelmäßige Reflexion voraussetzt – die manchmal auch unangenehm ist, uns jedoch weiterbringt. Schon zwei Sekunden Durchatmen und Innehalten, bevor unser Handeln automatisch und scheinbar losgelöst beginnt, können den Verlauf einer Interaktion grundlegend verändern.

Die AWO Hilfen zur Erziehung bedankt sich bei allen Beteiligten für die engagierte Teilnahme, den offenen Austausch und die praxisnahen Impulse. Ein besonderer Dank geht raus an unsere AWO Cafeteria, die uns in den zwei Tagen wunderbar verpflegt hat. Eine gelungene Weiterbildung, die Fachlichkeit stärkt, Sicherheit gibt und neue Perspektiven für den Alltag in der Kinder- und Jugendhilfe eröffnet.

Maria Matthäs

Bereichsleitung Hilfen zur Erziehung

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