Gemeinsam auf dem Rad für Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Nach mehreren Tagen auf dem Fahrrad endet am morgigen Dienstag die Radtour für die Menschenrechte in Quedlinburg. Seit dem 4. August sind Teilnehmende von Stendal aus durch Sachsen-Anhalt unterwegs. Organisiert wird die Tour von der Schweriner Gruppe von Amnesty International gemeinsam mit der AWO Sachsen-Anhalt.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein das gemeinsame Radfahren. Die Tour soll auf die Bedeutung von Menschenrechten, Demokratie, Inklusion und einem solidarischen Miteinander aufmerksam machen. Auf den einzelnen Etappen suchen die Beteiligten deshalb immer wieder den direkten Austausch mit Menschen vor Ort. An verschiedenen Marktplätzen informieren sie über ihre Anliegen, kommen ins Gespräch und setzen ein sichtbares Zeichen für eine offene Gesellschaft.
Hintergrund ist eine Entwicklung, die Amnesty International mit großer Sorge beobachtet: In vielen Ländern werden Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen, verfolgt, inhaftiert oder sogar getötet. Auch in Deutschland geraten Meinungs- und Versammlungsfreiheit zunehmend unter Druck. Friedlicher Protest wird teilweise behindert oder kriminalisiert, während menschenverachtende Positionen immer offensiver vertreten werden.
Amnesty International und die AWO Sachsen-Anhalt wollen dem etwas entgegensetzen. Die Radtour verbindet politische Botschaft, Begegnung und gemeinsames Erleben. Gleichzeitig soll sie zeigen, dass Teilhabe und Inklusion auch ganz praktisch gelebt werden können in diesem Fall auf zwei Rädern.
Den Abschluss bildet Quedlinburg mit seiner historischen Altstadt und den zahlreichen Zeugnissen mittelalterlicher Architektur.
11.08.2026
10:00 bis 12:00 Uhr
Quedlinburger Markt in Höhe des Brunnens
