Bunte Eiersuche in Drohndorf
Die Kinder der Drohndorfer Kindertagesstätte „Bienchen“ hatten großen Spaß beim Suchen
Meister Langohr hatte seine Kiepe schon gepackt und auf den Weg nach
Aschersleben hat dieser Zwischenstopp in Drohndorf gemacht.
Einen Osterspaziergang bei herrlichem Sonnenschein führte die Kinder direkt in den Kirchgarten des Ortes. „Alle geben sich viel Mühe und kommen sehr gern hierher. Wir waren in den letzten Jahren anschließend immer noch in der Kirche und dort gab es dann eine kleine Überraschung“, schwärmte Erzieherin Susann Port Wenzel.
Viele fleißige kleinen und großen Osterhasenhelferlein wirbelten schon vorab um die Kirche herum.
„Das macht mir jedes Jahr riesigen Spaß, wenn die Kleinen sich so freuen“, strahlte Constantin Biedermann, der immer pünktlich zum Helfen bereit steht. Alle waren so sehr aufgeregt. Nach einem lauten: „Auf die Plätze fertig los“, schwärmten alle Bienchen aus, um die Osternester zu finden.
Der Osterhase hat alles sehr gut versteckt
Mal war es „warm“, dann wieder „kalt“. Viele große und leckere Schokohasen hatten sich im Gras versteckt. Ab und zu lugte sogar ein langes Hasenohr aus den Büschen hervor.
Die bunten Eier leuchteten wie blühende Blumen und sie wollten alle gefunden werden.
Alle wurden entdeckt und fanden ihren Platz im großen Korb. Aber ganz so einfach war es dann doch nicht. „Zwei Eier fehlen“, riefen die Kinder im Chor. Immer wieder sind sie gezählt worden, aber zwei blieben einfach verschwunden.
„Wo hat das Osterhäschen sie wohl nur versteckt“, fragte Anni.
Immer wieder liefen alle los und durchsuchten jeden Winkel des Gartens, leider vergebens.
„Ich glaube, die Eier haben sich verlaufen“, meinte die kleine Emma etwas traurig.
Henni hatte da noch eine glänzende Idee und meinte nachdenklich: “Vielleicht sind sie ja in der Kirche?“ Dort waren sie aber auch nicht zu finden.
Die beiden Vermissten sonnen sich bestimmt noch immer im Garten an der Kirche und vielleicht werden sie ja irgendwann gefunden. Wenn nicht, freuen sich die Vögelchen auf sie und picken diese einfach ganz schnell auf, denn die Eier sind ja richtig lecker.
Musikalisch wird es bei der Orgelbesichtigung
Dann ging es hinein in die Kirche. Alle waren schon sehr gespannt, was es wohl in diesem Jahr Interessantes zum Entdecken und Staunen gab. Alle Kinder durften die Treppen hinaufsteigen.
„Aber bitte geht schön langsam und vorsichtig“, gab Herr Steffen Brunkau, der
Leiter der Kita, liebevoll zu verstehen.
Oben angekommen, blickten alle erstaunt auf die große Orgel.
„Wer kennt denn dieses Instrument schon“, fragte Herr Sass, der Kantor der Kirchengemeinde. Die Antworten ließen natürlich nicht lange auf sich warten.
„Eine Flöte“, rief Kiran und „Ein Klavier“, sagte die Henni.
„Da steht doch aber nur ein Instrument“, fragten alle fast einstimmig.
Herr Sass beantwortete alle Fragen mit einem großen Lächeln im Gesicht und seine kleinen Zuhörer bekamen große Augen, als er tolle Lieder auf der Orgel spielte.
Nun mussten sich die Bienchen aber erst einmal mit dem Gedicht und einem Schneeglöckchenlied bedanken. Das war ihnen ganz wichtig und sie staunten nicht schlecht, als Herr Sass das Lied vom Osterhäschen einfach so auf dem riesigen Instrument begleiten konnte.
Als krönenden Abschluss durfte sich dann jedes Kind an die Orgel setzen. Alle waren so stolz, als die ersten wunderschönen Töne herauskamen.
„Ja, unsere Kirche ist nicht nur das große Gebäude mitten im Dorf. Als Kirche sind wir auch Teil der Dorfgemeinschaft und das zeigen wir gern und öffnen herzlich die Türen.
Der Besuch der Kita am „Gründonnerstag“ hat hier in Drohndorf schon eine sehr lange Tradition. Wie schön, dass das Team der Kita unserer Einladung auch immer so offen gegenübersteht.
Das ist eine gute Gelegenheit, dass Kinder ein bisschen Kirche kennenlernen.
Es ist auch jedes Mal ganz herrlich zu erleben, wie neugierig sie sind und wie alle Bienchen staunen. Nicht nur die Eiersuche ist spannend gewesen, denn heute war es auch sehr interessant an der Orgel. Dort gab es, Dank Herrn Sass, so viel zu erkunden.
Für uns war der Besuch heute auf jeden Fall wieder ein schönes Erlebnis und
Danke auch an unsere beiden großen Osterhasen Ben und Constantin“.
Das waren die begeisterten Worte von Kerstin Weber, Vorsitzende vom Gemeindekirchenrat in Drohndorf. Frau Weber sieht man ihre Begeisterung nur so an.
Beim Berichten strahlen ihre Augen und alle freuen sich schon auf das nächste Jahr, wenn Meister Lampe wieder vorbeigehoppelt kommt.
Claudia Baron
